Über uns
Bereitschaft Fulda m&w II / SEG Fulda
Die Schnelleinsatzgruppe des DRK-Fulda wurde am 01.11.1991 gegründet. Sie entstand aus den Führungskräften des Schnelleinsatzzuges, einem Katastrophenschutz-System des Landes Hessen. Da die Struktur des Katastrophenschutzes in Hessen zur damaligen Zeit keine Möglichkeit für ein Ausrücken unterhalb der Katastrophenschwelle bot, war bei Engpässen im Rettungsdienst oder größeren und längerfristigen Einsätzen ein Ausrücken kaum möglich. Um diese Flexibilität herzustellen, wurde der Name 1992 von Einsatzgruppe SEZ in SEG Fulda geändert und ein Alarmierungskatalog aufgestellt. Hierzu zählte neben Unfällen mit mehreren Verletzten, auch die Absicherung der Feuerwehr bei Bränden, der Aufbau des Behandlungsplatzes, die Unterstützung des Rettungsdienstes und die Betreuung von betroffenen, aber nicht verletzten Personen. Mitte des Jahres 1994 erfolgte dann die Zusammenlegung der SEG Fulda des Deutschen Roten Kreuzes mit der SEG des Malteser Hilfsdienstes zu einer gemeinsamen Schnelleinsatzgruppe.
Im Moment ist der Katastrophenschutz des Landes Hessen im Umbruch, eine Weiterentwicklung der SEG zu einer Task Force Einheit ist nicht auszuschließen und wird von den motivierten Helferinnen und Helfern mitgetragen.
Die 45 aktiven Mitglieder der SEG sind zum größten Teil ehrenamtlich tätig. Unterstützt werden sie von einigen Freigestellten, die ihren Wehrersatzdienst bei uns ableisten und zu wichtigen Stützen geworden sind.
Jeder Helfer ist zumindest im Bereich Sanitätsdienst (Sanitätsausbildung A-C) sowie im Betreuungsdienst (Grund- und Fachausbildung) ausgebildet und kann so ein großes Spektrum an Einsätzen abdecken. Einige Mitglieder qualifizierten bzw. qualifizieren sich weiterhin für den technischen Dienst. Neben den Sanitätshelfern haben wir aber auch Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, Ärzte und Notärzte in unseren Reihen. Um diese sehr gute Grundlage aufrecht zu erhalten, treffen sich die Mitglieder der SEG zweimal im Monat in der Unterkunft zur Fortbildung. Ein Samstagnachmittag wird zum praktischen Üben verwand. Fast jedes Mitglied ist mit einem Funkmeldeempfänger ausgestattet, sodass nach einer Alarmierung eine schlagkräftige Gruppe schnell zur Verfügung steht. Um weitere Helferinnen und Helfer zu erreichen und das System noch effektiver zu gestalten wurde im letzten Jahr eine Alarmierung über SMS ermöglicht.
Neben den Helferinnen und Helfern spielt natürlich zur Bewältigung der Aufgaben die Ausstattung der SEG eine große Rolle. Neben zwei Kommandofahrzeugen stehen uns ein RTW, ein MTW Soziale Betreuung, ein Gerätewagen Betreuung sowie ein Gerätewagen San zur Verfügung. In monatelanger intensiver Arbeit wurde von Helfern der Bereitschaft ein Anhänger ausgebaut, der als Materialtransport gute Dienste leistet. Um schnellstmögliche Hilfe zu leisten kann die SEG, neben den normalen Zelten, auf ein aufblasbares Zelt zurückgreifen. Ebenfalls mit großen Mühen wurde in den letzten Jahren unsere langjährige Unterkunft in der ehemaligen Kaserne aus- und umgebaut. Aufgrund des Verkaufs der Immobilie ist im Moment ein Neubau in Planung, dessen Realisierung wieder viel Arbeit für unsere motivierten Helferinnen und Helfer vermuten lässt.
Das anfänglich aufgestellte Alarmierungs- und Einsatzspektrum veränderte sich mit der Zeit. So kamen weitere Aufgaben auf die SEG zu. Die Übernahme des Fahrers und Helfers des Leitenden Notarztes brachte eine veränderte Alarmierung sowie veränderte Dienstzeiten mit sich. So besetzen wir dieses Fahrzeug im Wechsel mit der Bereitschaft m u. w I an Wochenenden und Ferientagen 24 Stunden, in der Woche wird die Einsatzfähigkeit durch wechselnde Fahrer aufrecht erhalten. Auch die Übernahme des Anhängers Großschadensereignis im K-Zentrum zeigt eine weitere Leistung im Spektrum der SEG. Hauptaufgabe bleibt jedoch nach dem Handbuch Großschadenfall im Landkreis Fulda der Aufbau und der Betrieb des Behandlungsplatzes bei Ereignissen mit einer größeren Anzahl von Verletzten sowie der Katastrophenschutz. Neben diesen Verpflichtungen engagiert sich die SEG Fulda auch im Bereich des Sanitätsdienstes. In diesem Bereich werden andere Bereitschaft mit Helferinnen und Helfern sowie Material unterstützt, aber auch große Veranstaltungen im Landkreis sanitätsdienstlich abgesichert. Insgesamt leisten unsere Mitglieder durchschnittlich 8600 Stunden im Jahr.
Blickt man in die Zukunft ist unser dringlichstes Ziel und unser dringlichster Wunsch der schnelle und einfache Bau und Bezug der neuen Unterkunft sowie die Aufrechterhaltung und Förderung der Qualität der Ausbildung und der Motivation unserer Helferinnen und Helfer.
Wir bedanken uns bei allen, die uns auf diesem Weg unterstützt haben und weiterhin unterstützen.
